2. Tag am E 10 – Rupertiweg – Durch das schöne Rannatal – zur Donau

Rupertiweg

Etappe: Eschernhof – Ameisberg – Oberkappel – Niederranna (WegNr 110 / Falkensteinerweg, ab Oberkappel auch WegNr. 150 – Mittellandweg)

Ich verbrachte also eine Nacht im Zelt beim Eschernhof. Kaum hatte ich mein Tarp-tent aufgebaut,  fing es schon heftig zu regnen an. Es regnete die ganze Nacht durch! Erst am frühen Nachmittag des 27. Juni 2016 besserte sich das Wetter. Meine Ausrüstung schlug sich aber tapfer und ich wurde kaum naß. Weniger lustig war es die naßen Sachen frühmorgens abzubauen und wieder in den Rucksack zu geben. Bevor ich mich wieder auf den Weg machte war frühstücken angesagt. Leider hatte die Jausenstation noch nicht geöffnet, sodass es mit einem servierten Frühstück nichts wurde. Ich stellte mich daher in einer überdachten Einfahrt unter und kochte mir Kaffee! Da es immer noch heftig regnete wollte ich mit dem Weitergehen noch etwas zuwarten.

Das Wetter besserte sich nicht wirklich! Daher zog ich meine Regenkleidung über und setzte meine Wanderung fort. Ich folgte der Zufahrtsstrasse zum Eschernhof nach rechts, zweigte kurz darauf nach links in einen Güterweg ab der mich in einen Bogen um einen bewaldeten Hügel zur Ortschaft Lengau führte.

Von Lengau führt ein weiterer Güterweg zur Strasse Sarleinsbach – Kollerschlag, die überquert wird. Kurz nach der Strassenüberquerung wird die Ortschaft Schröck erreicht, der Weg dreht Richtung  Süden und führt durch den Wald nach Duschetsödt. Weiter geht es Richtung Feldwies. Kurz vor Beginn der Ansiedlung  Albenödt führt der Weg rechts zum Langholzwald. Der Wald wird in südlicher  Richtung durchschritten, man trifft auf die Strasse Sarleinsbach – Mollmannsreith und auf einer Verbindungsstrasse gelangt man nach ca. 250m zur Zufahrtsstrasse zur Ameisbergwarte.

Vorsicht Irrweg!

Der Weg führt durch den Langholzwald in südlicher Richtung seitlich an der Ortschaft Mollmannsreith vorbei. Ich habe leider kurz vor der Ortschaft den Weg verloren und bin in Mollmannsreith gelandet. Auf Nachfrage wurde mir dann gesagt, ich solle beim Feuerwehrdepot in Mollmannsreith links den Weg hinaufgehen. Nach ca. 20min verzweigt und vergabelt sich dieser Weg ins Nirgendwo! Ich habe mit viel Glück dann doch einen Weg nach Mitternschlag und so wieder zurück auf den markierten Ruperti-/Falkensteinerweg gefunden.

Mein Rat ist daher folgender:

Wer irrtümlich in der Ortschaft Mollmannsreith landet, soll wieder so weit zurückgehen, bis er wieder auf den markierten Weg trifft.

In die Zufahrtsstrasse zur Ameisbergwarte wird scharf nach links eingebogen, nach ca. 200m geht es wiederum links den Waldrand hinauf, es geht weiter durch den Wald, der Anstieg zur Warte ist so richtig steil

Vom Ameisberg ging es weiter Richtung Oberkappel. Ab hier verläuft der Mittellandweg Wegnummer 150 und der europäischer Fernwanderweg E 8 gleichauf mit dem E 10/Falkensteinerweg-/ Rupertiweg. Weiter geht es zunächst auf einem örtlichen Zufahrtsweg, bei einem Parkplatz der Ameisbergwarte wird rechts abgebogen und am trifft dann auf die Ansiedlungen Hallschlag, Vatersreith und Hutstein. Es geht weiter durch den Wald abwärts, vorbei an einer Hubertuskapelle, bei Osterwasser wird die Strasse nach Kollerschlag erreicht und schließend der Grenzort Oberkappel.

Was nun folgt ist sicher einer der schönsten Abschnitte des Rupertiweges. Durch das Tal der Ranna zur Donau. Der Weg verläuft vom Ortszentrum in Oberkappel gemeinsam wieder mit dem Falkensteinerweg südöstlich aus dem Ort, um nach wenigen Metern von der Strasse zum Nordrand des Rannastausees hinzuführen.

In weiterer Folge führt der Weg dem Ufer des Rannastausees  entlang bis zur Talsperre. Hier bietet sich ein atemberaubender Blick auf die in die Tiefe stürzenden Wassermassen der Ranna. Auf der linken Seite der Talsperre (Blickrichtung talauswärts) führt der Weg weiter (nicht durch den Hinweis – nur für Betriebsangehörige verwirren lassen). Es geht über eine kurze Metallstiege ein kleines Stück abwärts und dann auf schmalem Weg und entlang einer Rohrleitung talauswärts.    

Nach ca. 15 Minuten enden die Rohrleitungen und der Weg folgt dem Seidlbach. Nachdem 2x die Strasse Hofkirchen-Oberkappel gekreuzt wird, wird der Ort Altenhof erreicht. In der Ortsmitte von Altenhof wird die Strasse Altenhof-Hofkirchen nach rechts verlassen und man gelangt in weiterer Folge, zuerst über eine Wiese, dann im Wald leicht abwärts zur Burgruine Falkenstein. 

Ab der Ruine hält man sich nach rechts, überquert einen kleinen Bach und es geht dann ständig leicht bergab wieder hinunter ins Rannatal. Über dem Rannatal ist das schöne Schloß Rannariedl  zu sehen. Es geht nun weiter entlang der Ranna und über eine Brücke zum rechten Flußufer nach Rannamühl, wo es kurz nach rechts geht, in die vorbeiführende Strasse wird aber nach links eingebogen und abermals über eine Brücke die Ranna zum letzten Mal überquert. Nach ca. 1/2 Stunde auf dem Donauuferweg wird der Ort Niederranna erreicht. In Niederranna beendete ich meine Tageswanderung und quartierte mich direkt an der Donau im Gasthof Draxler ein. Eine feine, preiswerte Bleibe. Am Abend besuchte ich noch den Ort Wesenufer.