12. Tag am Salzsteigweg 09 – 12. August 2026 – St. Peter am Kammersberg – Murauer Hütte

Etappe: St. Peter am Kammersberg—Stolzalpe—Kurort Stolzalpe—Murau—Murauer Hütte, reine Gehzeit 08:15Stunden für 20Kilometer, Höhenmeter im Anstieg 1799, Höhenmeter im Abstieg 1184, WegNr 909, 109

Gleich vorweg: Es ist ein sehr gutes Gasthaus, der Trattner-Wirt in St. Peter. Mein Chili-Gordon-Bleu war echt Spitze – kann man nur weiterempfehlen. Die Wirtsleute kamen mir auch bei der Frühstückszeit entgegen, sodass ich um ca. 07:30 Uhr wieder unterwegs war.

Heute standen viele Höhenmeter am Programm. Vom Trattner-Waldhof ging es zunächst die Straße entlang, dann wurde eine Bundesstraße gequert. Ich ging noch über den Katschbach und schon befand ich mich im Anstieg auf die Stolzalpe.

Ca. 8 Kilometer und etwas mehr als 2 Stunden benötigte ich bis zum Gipfel der Stolzalpe. Es waren an die 1.000 Höhenmeter zu bewältigen, aber die waren relativ gut verteilt. Bis zur Stolzenhütte ging ich auf einer schönen Forststraße stetig aufwärts. Es ging an mehreren verfallenen bzw. unbewirtschafteten Hütten vorbei, z. B. an der Pogerhütte.

Das Wetter war wieder ideal. Beim Aufbruch in St. Peter lag der Ort noch im Frühnebel. Diese ganz eigenartige Wetterlage löste sich mit zunehmender Höhe auf. Überwiegend Sonne und blauer Himmel  bestimmten dann den weiteren Tag. Ich war gut in der Zeit. Die angegebenen 3 Stunden für die Stolzalpe konnte ich bis zur Stolzenhütte gut halten. Dann allerdings war Schluss mit der Forststraße und es ging auf schmalem Waldsteig teilweise steil nach oben. Diese letzten 200 Höhenmeter taten richtig weh. Aber auch dieser Anstieg fand sein Ende – am Gipfelkreuz der Stolzalpe auf 1.817 m.

 

Nach einer kurzen Rast ging es an den Abstieg nach Murau, das bedeutete wieder ca. 1.000 Höhenmeter hinunter. Ich war angenehm überrascht: Auf schönen, moderat angelegten Waldwegen und Steigerln    ließen sich die Höhenmeter gut verlieren. Ich ging durch Bergwald und Blumenwiesen und erreichte oberhalb der Fernerhütte schließlich eine Forststraße, die mich hinunter in den Kurort Stolzalpe brachte. 

Es gab immer wieder „Abschneider“. Im Bereich des LKH Stolzalpe ging es dann über gepflegte Wege weiter Richtung Murau. Ich wanderte ein Stück entlang einer Asphaltstraße und bog schließlich im Gebiet Rahmhube auf einen Waldsteig ein, der mich hinunter nach Murau brachte.

Beim Billa-Markt gab es Verpflegung und eine längere Pause. Danach ging ich durch die Altstadt, holte mir im Tourismusbüro einen Stempel, überquerte die Mur und wanderte die Auffahrtsstraße zur Frauenalpe entlang. Diese Straße begleitete mich die nächsten Stunden.

 

Es galt ja wieder Höhenmeter zu machen: Von 829 m musste ich auf ca. 1.600 m hinauf. Ich war schon ziemlich müde und es kostete viel Kraft. Der 09er-Weg schnitt die Kehren der Auffahrtsstraße immer    wieder ab. Diese „Abschneider“ führten dabei fast immer direkt und steil nach oben. Es floss einiges an Schweiß, bis ich schließlich die Murauer Hütte erreichte. Eine schöne AV-Hütte, wunderbar gelegen und gut erreichbar. Ich hatte das Glück, trotz Ruhetag aufgenommen zu werden. Elisabeth, die               Hüttenwirtin, kam dann auch, wies mir ein Zimmer zu und erklärte mir den Hausgebrauch. Danach gab es noch ein gutes Schnitzel mit Salat und Pommes – alles bestens! Jedenfalls bedanke ich mich sehr herzlich für das freundliche Entgegenkommen bei den Hüttenwirten der Murauer Hütte.

 

Morgen geht es nach Flattnitz. Eine richtig lange Etappe, aber mit weniger Höhenmetern! Ich muss allerdings früh weg – spätestens um 05:30 Uhr. Daher gibt es zum Frühstück nur Kaffee, den Rest enthält meine Jausenbox. Das Wetter dürfte für die lange Tour morgen passen. Ich bin schon gespannt, was da auf mich zukommt