11. Tag am Voralpenweg 04 – 28. April 2026—Ternberg—Frauenstein/Klaus

Etappe: Ternberg-Herndleck-Gscheid-Grünburger Hütte-Dorngraben-Molln-Frauenstein/Klaus, reine Gehzeit 08:12Stunden, für 31Kilometer, Höhenmeter im Anstieg 1.172, Höhenmeter im Abstieg 1052,  Wegnummer 404, 406, 409

Nur nicht locker lassen – das war meine Devise. Ich wollte ja bis Ende April Ebensee erreichen, also ging ich erneut für zwei Tage auf den 04er Weg. Früh am Morgen startete ich meine Anreise. Über Wels, Linz und St. Valentin ging es nach Ternberg, wo ich um 08:10 Uhr aus dem Zug stieg. Von der Bahnstation war der 04er Weg schnell wieder gefunden – und es ging gleich ordentlich zur Sache.

Über Wiesenwege führte der Weg stetig bergauf in Richtung Schweinsberg. Ich kam am sogenannten „Gschlößl“ vorbei, bevor der Wiesensteig in die Zufahrtsstraße zum Herndleck einmündete. Diese Straße wird im weiteren Verlauf immer wieder durch Abkürzungen über die Kehren gekreuzt. Bei einem Wegkreuz bzw. Bildstock zweigte der 04er Weg schließlich von der Forststraße ab und führte stetig ansteigend südlich um den Brandkogel herum. Weiter ging es hinauf zum Herndleck-Schutzhaus. Über die ehemalige Skipiste wurde es dann richtig steil – der direkte Anstieg zum Gipfel des Herndleck stand an. Die ersten 700 Höhenmeter waren damit geschafft, und der Anstieg hatte es durchaus in sich.

Vom Herndleck ging es anschließend in moderatem Auf und Ab über den sogenannten Rehboden weiter. Die Wege – Wald- und Wiesensteige – verliefen dabei meist parallel zur Forststraße. Schließlich erreichte ich die sogenannte Teufelskirche. Kurz danach traf ich auf eine bekannte Markierung: Der 09er Weg, der Salzsteigweg, begleitete mich ab hier ein Stück.

Der Weg schwenkte nun nach links, und es ging bergab zur sogenannten Gscheid. Es folgte eine längere Hangquerung auf einem schmalen Steig, vorbei am Krennkogel. Heute war der Steig trocken und gut begehbar – ich kann mich aber auch an deutlich schwierigere Verhältnisse erinnern, mit Nässe und zugewachsenen Passagen. Die Querung ging schließlich in einen steilen Anstieg über, und ich erreichte den Beginn des sogenannten Sulzbodens. Über Wiesen ging es nochmals moderat bergauf, dann folgte ein kurzes Waldstück – und schließlich stand ich vor der Grünburger Hütte.

Schon wieder – es war bereits mein dritter Besuch hier. Die Hütte war allerdings noch geschlossen. Die Vorbereitungen für die Saisoneröffnung am 1. Mai – also in zwei Tagen – liefen auf Hochtouren. Für Gäste gab es noch keine Verpflegung, aber eines bekam ich immerhin: endlich den ersehnten Stempel der Grünburger Hütte. Nach einer kurzen Pause machte ich mich noch vor 12:00 Uhr an den Abstieg. Über steile Wiesenwege ging es von der Brettmaisalm hinunter zur Schmiedalm, danach weiter auf einer Forststraße und stets entlang eines Bachlaufes in den Dorngraben hinein.

Dem Weg durch den Dorngraben merkt man deutlich an, dass die Grünburger Hütte ein beliebtes Ziel ist – entsprechend stark begangen ist dieser Abschnitt. Dennoch ließ es sich gut absteigen, und schließlich erreichte ich die Straße Richtung Molln. Es folgte eine längere Asphaltpassage auf einer durchaus stark befahrenen Straße. Nach etwa 30 Minuten bog der 04er Weg im Bereich des Ortsteils Gradau nach rechts ab und führte hinunter in den Auwald der Steyr. Danach ging es hinein in den Steyrgraben.

Den Abstecher zur „Rinnenden Mauer“ ließ ich diesmal aus – den kannte ich bereits. Auch den Zinkensteig direkt entlang der Steyr ließ ich aus, ebenso schon bekannt. Stattdessen wählte ich den Weg am Rand der Steyrschlucht. Dieser ist allerdings von unzähligen Wurzeln durchzogen – in jeder Größe – und entsprechend unangenehm zu gehen. Da ich in Molln ohnehin noch einige Besorgungen zu erledigen hatte, verließ ich den 04er Weg beim Parkplatz Gstadt und folgte der Straße ins Ortszentrum. Nach einer kurzen Runde durch den Ort und meinen Einkäufen kehrte ich bei der Stefaniebrücke wieder auf den 04er Weg zurück.

Nun folgte eine längere Asphaltpassage in Richtung Frauenstein bzw. Klaus. Der Weg führte mich durch das Gebiet Zimek, anschließend hinunter durch den Steyrdurchbruch. Ein kurzer Anstieg brachte mich zur Ansiedlung Goritz, danach ging es wieder hinunter zum Ufer der Steyr. Bald kam die Kirche von Frauenstein in Sicht. Doch Frauenstein war heute nicht mein Ziel. Ich wusste schon länger, wo Kullenkampf begraben liegt, und das Gasthaus Federlehner bietet ohnehin nur einen eher bescheidenen Service.

Ich hatte mir daher ein Zimmer in der Pension „Hof zur Steinwänd“ reserviert. Also überquerte ich die Steyr, ging ein kurzes Stück entlang der Steyrtalbundesstraße B140 – und hatte mein Quartier erreicht.

Frau Trinkl begrüßte mich freundlich, zeigte mir mein Zimmer und teilte mir mit, dass es Frühstück bereits ab 05:00 Uhr gibt. Großartig – genau nach meinem Geschmack, denn ich wollte am nächsten Tag unbedingt früh starten.

Für heute war es genug. Morgen steht eine weitere lange Etappe bis zum Almsee auf dem Programm.