Etappe: Waidhofen an der Ybbs—Konradsheim-Bichl-Bischofberg-Maria Neustift-Spadenberg-Plattenberg-Laussa, reine Gehzeit 08:03Stunden, für 31Kilometer, Höhenmeter im Anstieg 1290, Höhenmeter im Abstieg 950, Wegnummer 404, 406,
Und weiter ging es auf dem 04er Weg. Mein Plan war ja, bis Anfang Mai 2026 Ebensee zu erreichen. Das bedeutete allerdings, im April noch einige Tage in den Voralpenweg zu investieren. Also machte ich mich erneut auf den Weg nach Waidhofen an der Ybbs. Um 04:00 Uhr – also richtig früh – begann meine Anreise: Schienenersatzverkehr nach Attnang-Puchheim, weiter mit dem schnellen Zug nach Amstetten, und um 08:30 Uhr stieg ich schließlich aus dem Regionalexpress in Waidhofen an der Ybbs aus. Bis ins Zentrum waren es noch etwa zwei Kilometer. Dort besorgte ich mir noch einige Kleinigkeiten, bevor ich meine Wanderung in Richtung Maria Neustift startete.
Es war ein sonniger, schöner Vormittag, allerdings begleitete mich den ganzen Tag über ein teilweise stürmischer, kalter Wind. Vor allem auf den Höhenwegen war das ziemlich unangenehm.
Die Via Trinitatis führte mich auf einer steilen Straße aus Waidhofen hinaus. Bald erreichte ich die Konradsheimer Straße, auf der es längere Zeit auf Asphalt dahin ging. Nach der Ansiedlung Haid folgte ein Wiesensteig und schließlich der durchaus fordernde Anstieg nach Konradsheim. Im Gasthaus Seisenbacher legte ich eine Pause ein, holte mir meinen Stempel und gönnte mir einen Kaffee. Fast hätte ich es vergessen: Ich traf zwei weitere 04er-Wanderer – ein älteres Paar aus Wien. Das war für mich eine echte Überraschung und eine willkommene Abwechslung, denn das passiert nicht oft. Gemeinsam wanderten wir weiter bis nach Maria Neustift.
Nach Konradsheim ging es wieder auf Asphalt weiter. Vorbei am Gasthaus Schatzöd, durch die Ansiedlung Bichl und weiter zum Gehöft Haunoldstein. Da ich diesen Abschnitt – ebenso wie den weiteren Verlauf bis Ebensee – bereits vom Salzburger bzw. oberösterreichischen Mariazellerweg kannte, war mir der hohe Asphaltanteil bewusst. Entsprechend hatte ich natürlich die passenden Schuhe dabei.
Beim Gehöft Haunoldstein bog der 04er Weg bei einem Bildstock nach rechts Richtung Bischofsberg ab. Danach ging es hinunter zum Ramingbach, mit dessen Überschreitung ich das nächste Bundesland, Oberösterreich, erreichte. Anschließend führte der Weg steil über eine Wiese bergauf bis zu einem Gehöft. Von dort war es nicht mehr weit nach Maria Neustift. Nach wenigen Minuten erreichte ich das Gasthaus Schaupp, wo ich mir meinen nächsten Stempel holte. Nach einer kurzen Kaffeepause verabschiedete ich mich von meinen Wegbegleitern und setzte meine Wanderung alleine fort. Was sollte ich auch schon um 12:00 Uhr in Maria Neustift machen?
Vom Ort aus ging es zunächst ziemlich steil hinunter in den Höllgraben. Und wie so oft gilt: Alles, was bergab geht, muss auch wieder hinauf. Nach der Querung des Höllgrabenbaches führte mich der Weg zunächst auf Wiesenpfaden steil bergauf in Richtung Glasnerhütte. Beim Gehöft Vorderglasen ging es rechts weiter auf einem asphaltierten Güterweg bis zur Hütte. Danach führte eine breite Forststraße weiter, die mich um den Glasnerberg herum in Richtung Geierkogel brachte. Nach dem Geierkogel ging es lange auf einem moderaten Waldweg weiter in Richtung Spadenberg. Bei der Spadenbergkapelle legte ich eine längere Rast ein, um gestärkt die letzten Höhenmeter zum Spadenberggipfel in Angriff zu nehmen. Der Anstieg hatte es noch einmal in sich, aber auch diese Passage war schließlich geschafft.
Nun stand nur noch der Plattenberg auf dem Programm. Inzwischen zeigte meine GPS-Uhr bereits 30 Kilometer an. Beim Abstieg vom Plattenberg erreichte ich im Bereich des Saurüssels die Ansiedlung Almbauer. Mein heutiges Quartier befand sich allerdings bei Spattenberg 32. Die Suche danach gestaltete sich etwas schwierig, doch schließlich wurde ich fündig. Frau Wimmer, eine 88-jährige, sehr freundliche Gastgeberin, empfing mich herzlich. Ich wurde ausgezeichnet bekocht, und wir führten nette Gespräche, eine wirklich sehr empfehlenswerte, äußerst preiswerte Unterkunft.
Morgen steht eine eher kurze Etappe nach Ternberg auf dem Plan. Danach geht es wieder zurück nach Ried im Innkreis.