Etappe: St. Gotthard—Plankenstein—Schindlegg—Rainstein—Scheibbs—Diestelreith—Reinsberg—Gresten, reine Gehzeit 09:03Stunden für 36Kilometer, Höhenmeter im Anstieg 1357, Höhenmeter im Abstieg 1370, Wegnummer 604, 605, 277, 652, 256
Kurz vor 08:00 Uhr begann für mich ein langer und fordernder Wandertag. Das Wetter war wieder bestens, als ich mich auf den Weg zur Burg Plankenstein machte. Nach etwa 6 Kilometern und rund 1,5 Stunden erreichte ich die Burg. Alles war geschlossen, niemand war da. Das gesamte Burgareal glich einer großen Baustelle. Vor einigen Jahren – auf dem Nord-Süd-Weitwanderweg 05 – war ich schon einmal hier. Damals sah es genauso aus. Selbst der große Baukran stand schon damals hier.
Man sollte Plankenstein eigentlich nicht mehr als Kontrollpunkt definieren. Mit dem Erreichen der Burg Plankenstein begann meine Wanderung erst richtig. Von der Burg ging es zunächst auf einem asphaltierten Fahrweg moderat ansteigend weiter. Ich passierte die Ansiedlung Eck, danach eine Schottergrube.
Bei der Ansiedlung Oberdachsberg verlässt der Voralpenweg 04 den Fahrweg und führt in die Querung des Nordhanges des Statzbergs. Der Statzberg erreicht immerhin eine Höhe von knapp 1.000 Metern. Der querende Steig war gut zu begehen und mündete nach etwa 30 Minuten wieder in einen Fahrweg.
Diesem folgte ich bis zu einer Wegkreuzung nach dem Gehöft Himmel. Weiter ging es nach rechts, und der Weg führte über Wiesen und Matten bis zum sogenannten Rainstein.
Hier trennten sich der Nord-Süd-Weitwanderweg 05 und der Voralpenweg 04. Der 05er Weg bog Richtung St. Anton an der Jeßnitz ab. Ich blieb auf dem 04er Weg und wanderte weiter bis zum Gehöft Hochholz. Hier wählte ich die Route über Schwarzenberg, um nach Scheibbs zu gelangen. Einen Rückschlag erhielt mein Plan, als ich feststellen musste, dass der Wanderweg nach Scheibbs durch den Reithgraben gesperrt war.
So musste ich die lange Forststraße bis zur Jelinek-Warte gehen. Von der Warte führte mich ein Serpentinenweg hinunter ins Zentrum von Scheibbs. Im Rathaus holte ich mir einen Stempel, danach ging es auf dem Voralpenweg 04 weiter. Zunächst wanderte ich längere Zeit entlang der Erlauf. Nach Traisen und Pielach war die Erlauf bereits der dritte Fluss auf meiner Wanderung.
Schließlich erreichte ich den Beginn des sogenannten Lueggrabens. Etwa eine Stunde lang ging es stetig ansteigend auf Asphalt Richtung Ginselberg bzw. Ginselberghöhe. Rund 500 Höhenmeter waren hier zu überwinden.
Am Ende des Lueggrabens begann der Anstieg zur Ginselberghöhe, und der hatte es wirklich in sich. Ich schaffte auch diese Herausforderung und wanderte anschließend Richtung Gehöft Distelreith. Bei Sproßberg ging es auf einem Wiesenweg steil hinunter in den Ort Reinsberg. Die Durchquerung von Reinsberg zog sich ziemlich lange hin, bis ich am Ortsende noch einen letzten Anstieg zur Ansiedlung Hinterbrucha in Angriff nahm.
Von Hinterbrucha ging es noch ein kurzes Stück zum Gehöft Steigerhof und von dort über Wiesen hinunter nach Gresten. Endlich! Endlich ging ein langer Wandertag zu Ende. Rasch fand ich auch mein Quartier, das Gasthaus zur Post. Im Sparmarkt besorgte ich mir noch etwas zu essen – eine gute Entscheidung, denn im Gasthaus gab es keine Küche. 9 Stunden und etwa 36 Kilometer war ich heute unterwegs. Nicht schlecht!
Morgen geht es – so hoffe ich zumindest – etwas moderater weiter nach Waidhofen an der Ybbs. Dort werde ich meine Wanderung vorerst beenden und anschließend nach Ried im Innkreis zurückfahren.