Etappe: Mitterdorf im Mürztal—Hundskopfhütte—Pretalsattel—Rotsohlalm, reine Gehzeit: 06:27Stunden, Strecke: ca. 23Kilometer Höhenmeter: 1303m im Anstieg, 509m im Abstieg, Wegnummer: 406, 730 leichte bis mittelschwere Tour
Frühstück gab es um 07:00 Uhr, mit allem Drum und Dran. Nicht alle meine Sachen waren über Nacht trocken geworden, obwohl ich mit dem Handföhn nachgeholfen hatte.
Beim Bezahlen gab es dann die nächste Überraschung. Die Rechnung betrug lediglich € 28,–. Ich wies darauf hin, dass wohl die Nächtigung noch fehlen würde. Aber, so meinte die Frau an der Rezeption, ich hätte online reserviert und auch bereits bezahlt. Nein – hatte ich natürlich nicht! Da lag eindeutig ein Irrtum vor. Es bedurfte noch einiger Recherche, dann war klar: Ich hatte noch € 60,– zu bezahlen. Mit dem guten Gefühl, ein redlicher Wanderer zu sein, verließ ich schließlich das Gasthaus Zur Post in Mitterdorf.
An der Kirche vorbei unterquerte ich die Südbahn, dann ging es über die Mürz und gleich ordentlich steil hinauf durch den Ortsteil Am Berg. Weiter führte mich der Weg auf moderaten Forststraßen durch das Waldgebiet Lutschaun. Der Morgennebel begann sich langsam aufzulösen, während ich ständig bergauf Richtung Hundskopfhütte wanderte. Die Hütte hatte erfreulicherweise geöffnet, daher gab es einen Stempel und einen Kaffee.
Weiter ging es auf stetig ansteigenden Waldwegen Richtung Hochreiterkogel, dann folgten der Wurmkogel und das Sollerkreuz. Bei diesem Bildstock zweigte der 06er-Weg nach rechts ab, und ich erreichte den Pretalsattel. Meine Wegmarkierungen heute: 406A und 430. Nach dem Pretalsattel ging es wieder ordentlich zur Sache. Rund 400 Höhenmeter waren zu bewältigen. Ein steiler Waldsteig brachte mich zum Oberen Schmalztor. Viele Holzkreuze säumten dort den Weg.
Nach dem Schmalztor führte mich der Weg in einem weiten Linksbogen um den Eisnerkogel herum. Noch ein kurzes Stück entlang einer Forststraße, dann ging der Weg in den sogenannten Almenweg über.
Der Almenweg brachte mich wieder ansteigend Richtung Schwarzkogel, der auf seiner Ostseite umgangen wird. Danach ging es durch das Gebiet Fadeneben und schließlich auf einer moderaten Forststraße weiter zur Rotsohlalm. Auf dem Weg zur Alm sah ich auch einen alten Bekannten wieder: die Hohe Veitsch. Bekannt vom Nord-Süd-Weitwanderweg 05, bleibt sie diesmal allerdings unbestiegen. Auf der Rotsohlalm waren bereits viele Wanderer unterwegs. Ich bekam einen Schlafplatz zugewiesen, dann gab es eine Dusche und ein Weizenbier – natürlich alkoholfrei.
Das Wetter war heute richtig schön. Morgen soll es sich allerdings wieder gravierend ändern. Mal sehen, was daraus wird.