8. Tag am Südalpenweg 03 17.08.2022 – über den Hohen Petzen nach Bad Eisenkappl

Etappe: Feistritz ob Bleiburg – Siebenhütten – Knieps – Feistritzer Spitze – Sveta Ana – Luscha Alm – GH Riepl – Bad Eisenkappl, reine Gehzeit 06:53Stunden für ca. 28Kilometer, Höhenmeter im Anstieg ca. 1.100m, Höhenmeter im Abstieg ca. 2120m, WegNr 603, 603A, Via Alpina

Nach einem guten Frühstück in der Pension Kraut machte ich mich auf den Weg zur Petzen Seilbahn. Kurz vor 09:00Uhr brachte mich die Gondelbahn zur Bergstation Siebenhütten. Nun begann der Aufstieg zum Kamm des Petzenstockes. Vorbei an der Petzenkapelle, ging es lange der Trasse eines Schleppliftes folgend aufwärts Richtung Kniepssattel, den ich nach ca. 30Minuten erreichte! Ach ja, Schipistenwandern ist einfach nur öde!

Am Ende der Schipiste gibt es auch einen Steig zum Kniepssattel, der ist auch gut zu begehen und führt an der Baustelle der Bleiburgerhütte vorbei. Diesen Steig wählte ich für meinen Aufstieg. Vom Kniepssattel folgte der Südalpenweg dem Kammverlauf des Petzenstockes in westlicher Richtung und erreichte mit dem Hohen Knieps den mittleren Gipfel des Massives. Es ging weiter den Kamm entlang über Schrofen und durch Latschenfelder Richtung Feistritzer Spitze. Der Weg gab atemberaubende Ausblicke auf die steil abfallenden Felswände und Schluchten frei. Zur Wegbeschaffenheit sei gesagt, der Weg ist gut und ausreichend markiert und weist keine gefährlichen oder ausgesetzten Stellen und Passagen auf.

So erreichte ich die Feistritzer Spitze mit 2114m und damit den höchsten Punkt der heutigen Etappe. Es bot sich ein grandioses Gipfelpanorama auf die umliegenden Berge, zB das Triglavmassiv, die Steiner Alpen usw. Nach einer kurzen Rast begann mein langer Abstieg Richtung Eisenkappl.

 

Durch Latschenfelder und Wald führte der 03er Weg Richtung Luscha Alm. Obwohl manche Wegabschnitte mit hohem Gras verwachsen waren, ließ es sich gut gehen. Eine Quelle wird passiert, anschließend erreichte ich die Jagdhütte Petzenstall. Ich legte eine kurze Rast ein, füllte mein Trinksystem mit frischem Wasser und versorgte meine schmerzenden Füsse. Im Bereich der Jagdhütte gilt es gut auf die Markierungen zu achten – keinesfalls auf der Forststrasse weiter gehen. Von der Jagdhütte führt der 03er Weg zur Luscha Alm. Dorthin wollte ich jedoch noch nicht!

Mein Zwischenziel war vielmehr Sveta Ana, das Anwesen Krumer, da dort eine Kontrollstelle war und ich den Kontrollstempel haben wollte. Daher suchte  ich mir eine Abkürzung, fand einen Steig der die Luscha Alm umging und kam so auf kurzem Weg nach Sveta Ana zum Anwesen Krumer.

Es folgte eine kurze Rast, dann gab es den obligatorischen Stempel und ich machte mich wieder auf den Weg, diesmal zur Luscha Alm.

A pro pos Stempel! Die erste Kontrollstelle wäre bei den Siebenhütten gewesen. Da jedoch nicht zu eruieren war, welche Hütte nun die „Stempelhütte“ gewesen wäre, gab es in Siebenhütten keinen Stempel für mich. Die Chronologie meiner Tageswanderung ergibt jedoch eindeutig, dass ich Siebenhütten passiert hatte.

 

Nach ca. 2,5Kilometer erreichte ich die Luscha Alm und nach weiteren 2 Kilometern das Gasthaus Riepl welches so wurde mir gesagt, wieder geöffnet hatte. Vom Gasthaus Riepl ging es am Anwesen Tscherner vorbei zum Perschman Hof – einer Gedenkstätte mit Museum in Erinnerung an verübge Nazi-Greueltaten. Es folgte nun eine lange Asphaltralley. Bad Eisenhappl war noch weit entfernt.

Die Anwesen Peternel,Topitschnig, Wogel und Hollern passierend ging es meist auf asphaltierten Güterwegen Richtung Bad Eisenkappl. Gar nicht gut für die Füsse. Da ich schon längere Zeit starke Schmerzen an den Füssen verspürte, wechselte ich für die letzten Kilometer die Trekking- gegen bequeme Strassenschuhe. Es hieß geduldig dahin wandern, die Ansiedlung Schlöschitz wird passiert und schließlich erreichte ich das Gemeindegebiet von Bad Eisenkappl. Ich war wirklich froh, dass dieses lange Gehen auf Asphalt nun ein Ende hatte, den meine Füsse schmerzten doch schon heftig.

Meine Unterkunft, die Pension Besser, lag im Zentrum und war leicht zu finden. Ich ließ mich im Gastgarten nieder, zog sofort meine Schuhe aus und bestellte mir einen Radler. Dann bezog ich mein Zimmer, duschen war angesagt und ein gutes Wienerschnitzel half gegen das Hungergefühl.

 

Anschließend versorgte ich noch meine angeschlagenen Füsse, was gar nicht so einfach war! Die Schmerzen hielten die Nach über an,  sodass ich beschloss meine Wanderung nicht fortzusetzen. Ich fuhr daher sehr zeitig mit dem Bus nach Klagenfurt und weiter mit der ÖBB über Salzburg, Attnang-Puchheim nach Ried im Innkreis. Ich bin nicht enttäuscht! Manchmal geht es eben nicht anders und den Südalpenweg 03 gibt es natürlich nächstes Jahr noch immer.   Im Nachhinein betrachtet hatte ich ziemlich Glück! Starke Gewitter am selben Tag in dieser Region forderten einige Todesopfer! Auf alle Fälle war meine Wanderung über den Petzenstock wunderbar!