7. Tag am Steirischen Mariazellerweg 06—2. Juni 2026 – Ein Wirt namens Rudi

Etappe: Passail—Ochsenhalt—Sommeralm—Straßegg, reine Gehzeit: 06:12Stunden, Strecke: ca. 20Kilometer  Höhenmeter: 1095m im Anstieg, 614m im Abstieg, Wegnummer: 706, 730  leichte bis mittelschwere  Tour

Beim Frühstück um 07:00 Uhr lernte ich auch meine Gastgeberin kennen. Gabriele, so heißt sie, war allen Anschein nach eine sympathische, dynamische Frau. Die Almenland Appartements sind wirklich eine tolle Unterkunft, auch das Frühstück war super! Schließlich bezahlte ich inklusive Getränke € 70,– – ein fairer Preis.

Um ca. 08:00 Uhr war ich wieder unterwegs. Ich durchquerte Passail, dann ging es längere Zeit entlang der Raab weiter. Der Weg trug die Nummer 754. Auch          Hinweisschilder mit der Aufschrift „Mariazell“ waren wegweisend. Nachdem ich gut 20 Minuten der Raab flussaufwärts gefolgt war, ging es über eine Brücke nach rechts in Richtung der kleinen Ortschaft Kriechenlee. Bis hierher bestand der überwiegende Untergrund aus Asphalt.

Ab Kriechenlee sollte sich aber nicht nur der Untergrund ändern – nein, ab jetzt ging es mächtig bergauf. Auf steilen Waldsteigen waren rund 600 Höhenmeter bis zum sogenannten Ochsenhalt und der gleichnamigen Hütte zu überwinden.

s ging.

Nach dem Ochsenhalt führte mich ein moderater Almweg weiter in den Anstieg zum Schwarzkogel, der nochmals viel Energie kostete. Am Übergang vom Schwarzkogel zum Bründlkopf gilt es gut auf den Weg zu achten. Nicht der linksseitigen oberen sichtbaren Spur folgen! Leider – ich tat es trotzdem. Der richtige Weg verläuft im unteren Teil der Wiese und ist im Bereich des Bründlkogels auch gut sichtbar. Hat man also den „falschen Weg“ gewählt, heißt es einfach wieder zum unteren Pfad absteigen, vorbei am Bildstock beziehungsweise Kreuz – und schon ist wieder alles gut. Ein schöner Waldsteig führte mich am Bründlkogel vorbei, ehe der 06er-Weg wieder in eine Forststraße mündete, auf der ich in weiterer Folge die Sommeralm erreichte. Schon seit längerer Zeit kündigte ein großes Windrad die Alm an. Die Sommeralm hatte allerdings geschlossen. Alles zu! Niemand da! Also auch kein Stempel. Wieder so ein Kontrollpunkt, den man eigentlich austauschen sollte!

 

 Mein Wanderweg führte mich  an der Windkraftanlage vorbei und völlig moderat über die weiten Wiesenflächen der Sommeralm. Jede Menge friedliches Weidevieh kreuzte meinen Weg. Nachdem ich wirklich lange Zeit genussvoll über Wiesen und Matten dahin gewandert war, entschied ich mich, bei einer Weggabelung über das sogenannte Wallfahrerkreuz nach Straßegg zu gehen. Meine Absicht in Ehren – in weiterer Folge erwischte ich jedoch den „falschen 730er-Weg“, der mich am                   Wallfahrerkreuz vorbei zum Gehöft Haberstall brachte. Weiter ging es im Anstieg zum Zechnerschlag. Auch hier heißt es wieder: gut auf den Weg achten! Nicht dem kurzen, steilen Fahrweg folgen, denn der 06er-Weg umrundet den Gipfel. So erreichte ich schließlich das Pöllabauerkreuz. Es folgte noch ein kurzer Anstieg, ehe es abschnittsweise sehr steil hinunter nach Straßegg zum gleichnamigen Gasthaus.

 

Dass dies ein besonderer Ort ist, sieht man dem Gebäude sofort an. Da hängen viele Wanderschuhe am Zaun, die Holzwände sind mit unzähligen Wandertafeln und Schildern bestückt, und dazu gibt es noch ein Getränke-Self-Service. Eine wirklich gelungene Mischung aus urigen alten und neuen, bequemen Elementen. Ich bin schon gespannt auf das Innenleben. Da der Wirt gerade nicht da ist, sitze ich nun schreibenderweise im Außenbereich und warte auf meinen Quartiergeber.

So, heute war mit 20 Kilometern die letzte kurze Etappe. Die folgenden drei Etappen sind alle erheblich länger. Beginnend mit morgen – da stehen bereits 28 Kilometer auf der Wanderagenda.