6. Tag am Steirischen Mariazellerweg 06—1. Juni 2026 – A riachtig zachi Gschicht!

Etappe: Schöckl—Passail , reine Gehzeit: 04:27Stunden, Strecke: ca. 17Kilometer  Höhenmeter: 196m im Anstieg, 944m im Abstieg, Wegnummer: 706, 753  leichte bis mittelschwere Tour

War ich letzte Woche noch am Voralpenweg 04 unterwegs, so ging es diese Woche darum, den Steirischen Mariazellerweg 06 und damit den letzten der sieben Pilgerwege nach Mariazell fertig zu gehen. 2025 ging ich ja den Kärntner Mariazellerweg 06, der bei Eibiswald nahtlos in den Steirischen Mariazellerweg übergeht, und beendete meine Wanderung erst am Hausberg der GrazerInnen, dem Schöckl.

Genau dort setzte ich nun meinen „Pilgerweg“ fort. Die Anreise aus Ried im Innkreis dauerte geschlagene neun Stunden. Das erfordert schon viel Geduld und Ausdauer! Start war um 05:00 Uhr, und um 14:00 Uhr stand ich schließlich am Plateau des Schöckls.

Im Gegensatz zur letzten Woche am Voralpenweg 04 hatte das Wetter umgeschlagen. Von drückender Hitze ging es hin zu gemäßigten Temperaturen mit tendenzieller Gewitterneigung. Das hieß, lokal konnte es jederzeit zu starkem Wind, Starkregen oder sogar Hagel kommen. Aber gleich vorweg: An diesem Tag kam ich trocken durch!

Wie schon gesagt, begrüßte mich gegen 14:00 Uhr ein kalter, stürmischer Wind am Schöckl und verkürzte meinen Gipfelaufenthalt wesentlich. Ich begann sofort mit dem Abstieg, ließ den Ostgipfel aus und wanderte auf gut begehbaren Forststraßen und Waldwegen bis zum Schöcklkreuz. Für die heutige Etappe gab es zwei relevante Wegnummern: 06 und 730.

Ab dem Schöcklkreuz ging es dann nur mehr auf Asphalt weiter. Damit wären wir wieder bei der Schuhfrage. Ich hatte zum Glück meine Brooks Cascadia wieder im Rucksack mit dabei. Genau der richtige Schuh für diese Etappe. Was ich damit sagen will? Man braucht hier keine schweren Berg- oder sonstigen Trailschuhe.

 

So wanderte ich viele Kilometer dahin, kam am sogenannten  Angerkreuz vorbei, umging den Fuchskogel und erreichte schließlich die Ortschaften Geigental und Burgstall.

Jetzt ging es in Richtung der Burgruine Stubegg und – noch viel wichtiger – endlich weg vom Asphalt. Nach der Ansiedlung Burgstall führte der Weg über Wiesen und Waldwege abwärts zur Burgruine Stubegg. Direkt vor der Ruine leitete mich der 06er-Weg hinunter in einen Hohlweg, ehe ich den kleinen Bergbauort Arzberg erreichte.

 

Mich interessiert der Bergbau sehr, also ging ich durch den kleinen Ort und sah mich etwas näher um. Beim Kirchenwirt bekam ich auch meinen Stempel. Warum mich der Bergbau so interessiert? Nun, mein Vater war Bergmann, und ich wuchs selbst in einer Bergbauregion auf. Ab Arzberg wanderte ich entlang der Raab weiter nach Passail. Ich drehte noch eine kleine Runde durch den Ort und suchte mir anschließend mein Quartier, die Almenland  Appartements. Bald wurde ich fündig. Eine richtig coole Bleibe. Morgen geht es weiter nach Straßegg.

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