43. Tag 11. August 2017 – Hiking-Monster-Time und nicht´s neues vom Regenwanderer

Appalachian Trail

Etappe: Jenkins Shelter – Jenny Knob Shelter – 25Mi / 40Km

Der Morgen war, wie bereits viele andere davor, grau in grau, aber es regnete zumindest nicht. Das Höhenprofil sah für den heutigen Tag vielversprechend aus; sehr moderat, sehr gleichmäßig. Alles entlang der 3000ff Marke. Tatsächlich war es auch so. Der Appalachian Trail war über viele Meilen sanft wie ein Lamm! Es regnete zwar immer wieder, aber nur kurz und leicht, daher beschloß ich im Laufe des Vormittages die 25Mi / 40Km heute zu gehen und so einen Tag einzusparen. Dann war für die nächsten Stunden Wander-Monster-Time.

 

Um 13:30Uhr erreichte ich den Helvey´s Mill Shelter, da waren bereits über 15Mi gegangen! Ja und zum Lunch gab es Bacon-Cheesburger und Pepsi. Zufällig war gleich neben dem  Trail an der US52 ein kleiner Shop. Auch einige Snacks und Fertiggerichte kaufte ich. Also für den Nachmittag blieben noch ca. 10Mi. Es lief ganz gut dahin als, wie sollte es anders sein, der Regen immer stärker wurde. Ich faßte also die Regenkleidung aus und es fehlte mir meine Regenhose! Ich hätte heulen können wahrscheinlich habe ich sie bei diesem Burgerladen liegen lassen! Denn am Vormittag hatte ich sie noch an und packte sie später oben auf  den Rucksack drauf. Aber gleich vorweg, ich hab sie nicht verloren, sie war nur in die Regenhülle gerutscht. Aber ich hatte sie im Starkregen nicht! Den ersten festen Regenschauer saß ich unter einem Baum aus. Dann fing es jedoch an sich einzuregnen! Da ich noch 2 große  Plastiksäcke dabei hatte, baute ich mir einen Regenponcho, den ich mir überstreifte und der bis zu den Knien ging. Ich hatte ja seit dem letzten Mal dazugelernt zB hatte ich alle Stausäcke ebenfalls in einen großen Plastiksack gegeben; die technischen Geräte zusätzlich in Plastiktüten. Also ging es dann raus, die letzten 3Mi in strömenden Regen. Aber was hilft`s? Augen zu und durch! Es ist wirklich ein Scheißwetter! Von den bisher 42zig Tagen, gab es keine 10 Tage an denen es nicht regnete. Außerdem können bei diesem Wetter 3Mi fast unendlich lang werden!

 

Ironie des Tages als ich nach 12 Stunden und 25 Meilen den Jenny Knob Shelter erreichte, hörte es wieder auf zu regnen. Schuhe Socken, T-Shirt, Regenjacke alles naß! Das Innenleben meines Rucksackes war jedoch gut geschützt die Stausäcke samt Inhalt waren trocken. Ich habe auch keine Hoffnung, dass über Nacht etwas auftrocknet. Als ich so am auspacken und aufhängen war, kam Mary zum Shelter. Höchster Respekt! Die Highschool-Lehrerin aus Rode Island hatte ganz schön was drauf! Morgen gibt es die ganz normalen 15Mi.  Ich habe auch heute viel über die Situation mit meiner Frau nachgedacht! Ich kann momentan nur eines tun so schnell wie möglich nach Pearisburg gehen und das mache ich ja mit aller Kraft die mir zur Verfügung steht.