3. Tag 13. Juli 2015 – wenn Hiker´s beste Freunde dich begleiten!

Appalachian Trail

Streckenabschnitt: Brink Shelter – Rutherford Shelter – 15Mi

Die Spannung hielt sich in Grenzen es erwartete mich das Übliche! Felsiger Untergrund, kurze giftige Anstiege und viel Schweiß! Aber nicht den ganzen Tag. Die ersten 2-3 Stunden war der Trail gnädig. Er verlief ganz moderat auf fast normalen Wegen. Gegen 10:00 Uhr kam ich in die Nähe einer kleinen Ortschaft und musste eine US-Bundesstraße überqueren. Da sah ich gerade noch rechtzeitig einen Burgerladen, der Wanderer willkommen hieß. Also nichts wie rein. Ich bestellte mir einen Philadelphia-Steak-Burger mit american cheese dazu eine Flasche Pepsi. Das tat richtig gut! Mit Burger-Power in den Beinen erklomm ich den nächsten Anstieg und weiter ging es über Stock und Stein in den Nachmittag hinein.

 

Meine linke Ferse machte mir Sorgen. Die gestrige Blasenankündigung hatte sich nämlich realisiert. Ich hatte zwar heute Morgen die Socken gewechselt, aber das half jetzt auch nichts mehr! Ich machte Halt beim Culver Firetower und versorgte meine Füße mit Blasenpflaster. Anschließend tat es zwar nicht mehr weh aber die Blasen waren natürlich spürbar. Es war heute nicht der Tag zum schnell gehen so benötigte ich für die 15 Meilen sieben Stunden. Unterwegs war ich allerdings von 07:40 bis 17:00 Uhr. Im Wald war absolute Flaute, bis auf ein paar Hörnchen, von denen es allerdings wahrscheinlich unzählig viele gibt, waren keine Tiere zu sehen. Ich musste an 2 Shelter vorbei gehen, da es dort kein Wasser gab. Der Wasserbedarf war heute 4 L und ich hätte ruhig noch einen Liter mehr brauchen können.

 

Am Rutherford Shelter war ich alleine abgesehen von vielen Moskitos. Ich hatte jedoch die Idee schlechthin und baute mir aus meiner Hängematte ein moskitosicheres Bett. Den Umstand, dass ich vorerst allein war, erst am späteren Abend kam ein junger Wanderer aus Alabama dazu, nutzte ich für eine Naturdusche. Dann die Füße wieder gut pflegen und kochen. Es gab ein Mountainhousegericht, anschließend Kaffee und poptarts. Jetzt bricht die Dämmerung herein und die Feuerkäfer zünden ihre Lichter an. Zwischen den Bäumen, in den Büschen, überall kleine Lichtpunkte. Morgen gibt es noch eine Etappe in New Jersey, dann kommt der Bundesstaat New York.