27. Tag – William Penn Shelter – Eagle Nest Shelter

Appalachian Trail

Streckenabschnitt: William Penn Shelter – Eagle Nest Shelter – 20Mi

Der Vogelwecker läutet um 05:30 Uhr und eine Viertelstunde später stehe ich auf. Mein Wanderkollege schläft noch, daher bemühe ich mich leise zu sein. Ich setze Kaffeewasser auf und packe Klotz. Ich habe mir für heute wieder eine lange Strecke vorgenommen um möglichst nahe an Port Clinton heranzukommen. Wenn das Wetter hält! Mein Kollege sagte nämlich, dass mit Regen und Gewittern zu rechnen sei. Der Trail ist die erste Stunde gnädig mit wenig Felsen! Dann folgt wieder der Normalzustand bis hin zum Klettern!

 

Es ist schon eine anstrengende, mühsame Geherei und es geht nicht´s weiter! Rocksylvania ist der richtige Name! Ich bin trotzdem gut drauf und kann einige Stunden ohne Rast durchgehen. Das Wetter hält! So geht es in den Nachmittag hinein, ich treffe einige schon bekannte Wanderer, zB. Tree Piece das ist der guy mit dem Hund wieder.

So geht´s dann durch den Nachmittag. Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Morgens sah ich dicht neben dem Trail eine wirklich große schwarze Schlange, die gerade auf einen Baum kletterte. Ich machte einige gute Fotos.

Gegen 16:00 Uhr war es dann aus mit dem guten Wetter. Donnergrollen und Blitze kündigten den Umschwung an. Ich beeilte mich und ging in meiner Eile an der Abzweigung zum Shelter vorbei! Ich bemerkte aber meinen Irrtum, kehrte um und erreichte gerade rechtzeitig bevor es zu regnen begann, den Shelter. Dort hatten sich schon einige Geher eingefunden, es gab aber noch genügend Platz. Es wurde Kaffee gekocht, dann Essen zubereitet, obligatorisch Nudeln mit Chili und Bohnen, schmeckte gut! Einer der guy´s hatte Bekanntschaft mit poison ivy gemacht und einen bösen Ausschlag davon getragen! Ihm konnte ich mit einer entsprechenden Salbe helfen! Es hatte abgekühlt und fing stark zu regnen an. Die meisten der Kollegen liegen schon in ihren Schlafsäcken obwohl es erst 20:00 Uhr ist. Auch ich werde mich in den Schlafsack verkriechen und lesen. Morgen steht eine lockere Etappe nach Port Clinton auf dem Programm. Ich werde mir ein Quartier suchen, Kontakt mit meinen Daheim-Gebliebenen aufnehmen, Wäsche waschen, duschen und relaxen. Die Nacht verbringe ich in einem vollen Shelter 6 Personen + 2 Hunde, es regnet.