26. Tag 5. August 2015 – Spruce Spring Shelter – Manchester/Vermont

Appalachian Trail

Etappe: Spruce Peak Shelter – Manchester – 2,8Mi

Wie schon gesagt, meine Hängematte und ich sind zwischenzeitlich wirklich gute Freunde geworden und ich habe gut geschlafen. Um 05:30 wurde allgemein gepackt. Dann gab es noch einen letzten Kaffee vom CoffeeMaker. Außer Preacher sind ja alle meiner Kaffeerunde beigetreten. Die letzten paar Meilen vergingen schnell. Ich stapfte wieder hinter Low Profile her und der legte ein strammes Tempo vor. Gegen 09:00 Uhr waren wir an der Vt 30/11, jetzt waren es noch 5,5 Meilen nach Manchester. Die Caretakerin vom Mt. Stratton hatte uns empfohlen vom Parkplatz an der Vt 30/11 aus Autos zu stoppen, was wir dann auch taten. Natürlich einzeln! FreeByrd kam als erster weg!

Dann versuchte Low Profile sein Glück und es dauerte nur Minuten und schon blieb ein Auto stehen. Wir anderen konnten auch mitfahren! Nun hieß es ganz schnell von Mado Abschied nehmen  der legte nämlich keinen zero-day ein. Es tat mir leid, dass alles so schnell ging, den Mado war ein angenehmer, ruhiger NOBO! Ich konnte ihm noch eine meiner Faltflaschen überlassen und außerdem hab ich ja seine Mailadresse! Eine nette Frau brachte uns dann nach Manchester, hielt am Postamt an, da Low Profile etwas abzuholen hatte und fuhr uns dann ins Stadtzentrum. Wir beschlossen als erstes ein Frühstück bei Mc Donalds zu nehmen. Dann trennten sich vorerst unsere Wege, den ich musste mir ein Quartier suchen.

 
 
Ich ging durch die Stadt und kam zum „Suttons Place Inn. Auf der Veranda waren schon „Preacher“ und „FreeByrd“. Der Inn sah entzückend aus. Also läutete ich an und fragte Frank, den Hausherrn, ob er nicht auch für mich ein Zimmer hätte. Yes, sagte er und meinte ich sollte zwischenzeitlich auf der Veranda warten, in 30 Minuten sei mein Zimmer fertig. Super! Das hatte toll geklappt! Das Haus, sowie das Zimmer waren mit alten Möbeln eingerichtet, es sah innen genauso toll aus wie von außen. Außerdem war das Stadtzentrum ganz nahe. Dann ging es an`s Rucksack ausräumen. Alle Sachen raus, Hängematte, Tarp aufhängen, die restliche Kleidung, Stausäcke usw. kamen mit zur Wäsche. Und dann das absolute Highlight –Duschen! Mit 2 großen Säcken beladen ging ich dann zur Wäscherei.
 
Alles wurde gewaschen und getrocknet. Zwischen den Waschgängen ging ich mal schnell zu „Subway“, verspeiste ein frisches, aufgewärmtes Sandwich und eine Cola. Essen war auch wichtig. Ich hatte nach dem Duschen die Waage bestiegen und die sagte, dass mein Körpergewicht auf unter 65 Kg gerutscht war. Die gewaschenen und getrockneten Kleidungsstücke brachte ich in´s Zimmer und ging dann nochmals einkaufen. Etwas Bier, Wein, noch ein Sandwich, Cola, pop tarts usw. Ich verstaute die Sachen im Kühlschrank bei Frank. Da zwischenzeitlich auch mein Handy wieder aufgeladen war, setzte ich mich auf die Veranda und begann meine Mails zu lesen und zu schreiben.
FreeByrd hat mir einige Fotos und Videos gemailt, vielen Dank! Gegen 17:00 Uhr gingen wir Abendessen in den „Oye Old Tavern.Da gab es das early bird menue“, d.h. wer zwischen 17und 18 Uhr zu Abend isst, bekommt ein gesamtes Menü, Vorspeise, Salat, Haupt- und Nachspeise um $ 17. Es schmeckte hervorragend. Dann ging es wieder zurück zur Unterkunft. Ich trank noch 2 Summer-Ale auf der Terrasse, nahm mit Tibbi Kontakt auf, ob sie mich am Freitag abholen könne und bekam prompt von ihr eine Zusage. Liebe Sabine ich danke dir! Ich war also rundum zufrieden mit meiner Situation!

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