26. Tag am Rupertiweg – E 10 – 28. 7. 2021 – Techendorf/Weißensee – Naggleralm – St. Lorenzen im Gitschtal – Jadersdorf – Hermagor

Etappe: Techendorf/Weißensee—Naggler Alm—St. Lorenzen im Gitschtal—Jadersdorf—Hermagor -reine Gehzeit ca. 04:48 Stunden, für 24,5KM, Höhenmeter im Anstieg 789, Höhenmeter im Abstieg 1133,  WegNr 210 

Nach einem Tag Pause auf einem überfüllten Campingplatz am unteren Ende des Weißensee ging es wieder zurück zum Rupertiweg. Da meine Frau sich bereit erklärte sämtliche Abreisetätigkeiten alleine zu erledigen, konnte ich relativ früh die Etappe nach Hermagor beginnen. So ging ich kurz vor 08:00Uhr, erstmal gut 3Kilometer die Seepromenade entlang um zur Talstation der Weißenseer Bergbahnen zu kommen. Kurz danach fand ich auch schon die ersten Markierungen. Eine Markierung sagte mir—nimm den längeren aber gemütlicheren Weg nämlich die Forststraße oder den kürzeren, jedoch steilen Pfad nämlich die Schipiste zur Naggleralm.

Die Entscheidung war diesmal leicht, der Pfad über die Schipiste war gänzlich unkenntlich, außerdem hatte es in der Nacht geregnet und die Wiesenböden waren ziemlich naß. Also ging es gemütlich die Forststraße in langen, moderat ansteigenden Kehren rauf zur Naggleralm. Dort vergönnte ich mir einen Häferl Kaffee und etwas Wasser. Mit der Naggleralm hatte ich auch bereits den höchsten Punkt der heutigen Etappe erreicht. Jetzt ging es nur noch bergab.

Von der Naggleralm führte eine Forststraße runter in Richtung St. Lorenzen im Gitschtal. Der Rupertiweg sollte die Forststraße immer wieder mit Waldpassagen abkürzen. Ich hatte schon das Problem, dass ich bei Weggehen von der Naggleralm den Einstieg in diese Passage nicht fand. In weiterer Folge waren auf dem gesamten Weg die „Abkürzer“ weder markiert noch sonst irgendwie offensichtlich. Daher wählte ich für den gesamten Weg nach St. Lorenzen die Forststraße.

 

Und es war eine gute Wahl. Bei herrlichsten Wetter, in absoluter Stille ging es moderat nach unten. Besonders erfreuten mich großen Flächen mit Himbeeren in unendlicher Anzahl. Erst im unteren Teil der Forststraße waren die „Abkürzersteige“ markiert. Zu gehen waren sie allerdings wirklich schlecht. So erreichte ich schließlich St. Lorenzen im Gitschtal. Dort sollte es eine Kontrollstelle geben. Im Führer stand lapidar „Gasthaus“. In der gesamten Ansiedlung gibt es kein Gasthaus. Lediglich eine Konditorei und die hatte geschlossen. Also rief ich die im Führer angegebene Telefonnummer an—hier meldete sich der Tourismusverband Gitschtal.  Da mein Rupertiweg-Wanderführer schon 5 Jahre alt ist, hoffe ich, dass bei der aktuellen Ausgabe St. Lorenzen nicht mehr als Kontrollstelle angegeben ist.

So ging ich  ein paar Kilometer weiter nach Jadersdorf und dort gab es ein Gasthaus. War auch dringend nötig, ich hatte Hunger. Mein kleines Paradies, so hieß das Gasthaus, wurde von Holländern geführt und war wirklich ganz entzückend. Auch das Essen war exzellent. Ich fragte auch dort nach einem Stempel, leider hatten die Wirtsleute keinen.

Von Jadersdorf waren es noch ca. 5 Kilometer, großteils dem Gösseringbach entlang nach Hermagor. Es ging ganz moderat dahin und daher waren diese letzten Kilometer schnell gegangen. In Hermagor holte ich mir am Stadtamt noch einen Stempel und traf mich dann mit meiner Frau, da sie auf  mich mit dem Wohnmobil wartete. Wir fuhren dann zum  Presseggersee, wo wir ein paar Tage bleiben.

Jetzt fehlt noch eine Etappe und dann ist er gegangen, der Rupertiweg—E 10. Ich werde dem Rat im Wanderführer folgen und mit dem Taxi auf das Naßfeld/Sonnenalpe fahren und zurück nach Hermagor gehen.