23. Tag 2. August 2015 – Wenn im Foodbag große Leere herrscht

Appalachian Trail

Etappe: Shet Warner Shelter – Hell Hollow Brook – 14,4Mi

Geschlafen habe ich nicht gut! Erstens ist das Schlafen in Rückenlage nicht so mein Ding und zweitens wurde es in der Nacht ziemlich kalt. Ich habe stark gefroren. Aber ein paar Stunden Schlaf tun es auch! Um 05:20 Uhr war wieder Tagwache, alles abbauen und verstauen. Dann habe ich mit Low Profile und Mado ( heißt Bär in der Sprache der Dakota und Siux Indianer) noch Kaffee getrunken. Anschließend ging es wieder raus auf den Appalachian Trail Die beiden NOBOS nahmen mich mit, d.h. ich konnte ihr Tempo halten und so bildeten wir einen 3er Zug und es ging ganz schön flott dahin. In Vermont ist der Untergrund wieder felsiger als zuletzt in Massachusetts. Gegen Mittag hatten wir schon 10 Meilen zurückgelegt und der Shelter den wir ursprünglich ansteuerten war nur mehr ein paar Meilen weg. Da schlugen die Kollegen vor draußen zu bleiben, den Meville Nauheim Shelter zu übergehen und erst bei Hell Hollow Brook unsere Zelte und Hängematten aufzuschlagen. 

Da die bisherigen Shelter abgefuckt und überfüllt waren, konnte ich mir das auch gut vorstellen. Durch Vermont führt auch der Long Trail und der  ist über eine Strecke von ca 105 Meilen ident mit dem Appalachian Trail; d.h. auch die Long-Trail-Wanderer benützen die Shelter. So gingen wir weiter bis Hell Hollow Brook, suchten eine geeignete Campsite und schlugen die Zelte bzw. die Hängematten auf. Unmittelbar am Bachlauf. Dann das Übliche.

Feuer machen, Wasser holen, Kaffee kochen. Ich habe ein ernsthaftes Problem mit den Lebensmitteln, die sind fast aus! Ich dachte ich komme noch 2 Tage über die Runden und gehe dann mit Low Profile in der Stadt Manchester einkaufen, aber mein Vorrat reicht maximal noch einen Tag. Low Profile meint aber er könne mir etwas abgegeben. Wenn dem so ist, dann wäre dies großartig.