22. Tag 1. August 2015 – Burgers in North Adams – und weiter gehts nach Vermont

Appalachian Trail

Etappe: Mark Noepel Shelter – Shet Warner Shelter – 16,5Mi

Es geht wieder früh raus auf den Trail, noch vor 07:00 Uhr bin ich wieder am Gehen. Der Morgen ist noch etwas grau, es regnet leicht  hört aber dann wieder auf und es entwickelt sich ein schöner Tag. Gerade rechtzeitig als ich den Mt. Greylock Gipfel erreiche, kommt die Sonne durch und gibt ein wunderschönes Panorama frei. Der Mt. Greylock ist mit einem großen Denkmal zur Erinnerung an die im Krieg gefallenen Soldaten gekrönt. Veteranen in Uniform, mit Orden behängt bieten Führungen an. Ebenfalls am Gipfel befindet sich die Bascom Lodge. Ich besuche den kleinen Shop und siehe da, es gibt Ansichtskarten! Da ich noch Briefmarken habe, kaufe ich einige Karten, trinke eine Cola und schreibe Ansichtskarten an meine Freunde. Ca. 1 Stunde verweile ich am Gipfel, dann geht es weiter. Der Trail ist nach wie vor gut und so erreiche ich gegen Mittag die Stadt North Adams

 

Hier gibt es heute ein Hiker-Fest, organisiert von den freiwilligen Helfern des ATC-Berkshire-Abschnittes. Der Trail führt durch die Stadt und so ist das Fest nicht zu verfehlen. Es werden Burger, Salat, Chips, Obst, Getränke usw. angeboten. Vielen Dank, ihr freundlichen Menschen! So wird dann gegessen, Gitarre gespielt, geredet und Erfahrungen ausgetauscht. Auch hier verbringe ich noch eine Stunde. Dann aber los es sind noch gut 5 Meilen bis zum Shelter. Unterwegs treffe ich wieder 2 NOBOS die ich schon kenne. Da ich deren Tempo halten kann gehen wir das letzte Stück zusammen. Und dann ist es soweit! Wir erreichen die state-line-Massachusetts-Vermont.

 

Ich bin wirklich zufrieden Vermont erreicht zu haben. Alles was jetzt noch kommt ist Draufgabe! Ehrensache, dass ich natürlich versuchen werde Vermont fertig zu gehen! Ob in 1 Woche 140 Meilen gehen? Wir werden ja sehen!

Es herrscht allgemeine Freude! Ich freue mich weil ich damit den 5. und letzten Staat meiner diesjährigen Wanderung erreicht hatte, meine 2 Wanderkollegen freuten sich, dass nur noch 3 Bundesstaaten zu bewältigen waren. Von der state-line waren es noch 3 Meilen zum Shelter, wo wir gegen 18:00 Uhr ankamen. Der 1. Shelter in Vermont ist klein, dreckig und ziemlich abgefuckt! Daher bietet die Hängematte wieder gute Dienste. Ich suche mir geeignete Bäume, Hängematte gespannt, Tarpplane drüber, die ganzen Sachen unter die Plane gehängt und fertig ist mein zuhause. Tolle Sache! Abendessen koche ich am Shelter, Rammen-Nudeln und ein Mountainhouse. Nicht zu vergessen den Kaffee, der schmeckt auch einem weiteren Wanderer gut.