16. Tag am Nord-Süd-Weitwanderweg 05 20. Juni 2021 – Bitte, wer hat gesagt, dass es heute eh nur bergab geht?

Etappe: Sonnschienhütte – Kulmalm – Neuwaldeggsattel – Hirscheggsattel – Leobenerhütte – Präbichl, reine Gehzeit 04:46 Stunden für 16,5Km, 943, Höhenmeter im Anstieg, 1230 Höhenmeter im Abstieg, Wegnummer, 805, 801, 605

Es ging wieder zeitig los. 05Uhr war ich wieder auf der Piste. Von der Sonnschienalm führte der 05-Weg im moderatem auf- und ab weiter, vorbei an der Hörndlalm und der Kulmalm. Im Bereich der Hörndlmauer finden sich einige seilversicherte Passagen welche aber problemlos zu passieren sind.

Nach der Kulmalm zweigte ich auf den Dr.-Kotek-Steig ab. Der Steig windet sich in kleinen Kehren über Geröll steil nach oben und brachte mich zum Osteingang der Frauenmauerhöhle. Dann ging es auf schmalem Steig am Fuße der Frauenmauer entlang in Richtung Neuwaldeggsattel. Der Steig ist ziemlich schmal, voller Geröll, mit einigen seilversicherten Stellen. Man muß konzentriert zur Sache gehen, trittsicher und schwindelfrei sein. Außerdem heißt es zusätzliche Höhenmeter machen. Wer dies alles nicht will, folgt einfach der Forststrasse zum Neuwaldeggsattel.

 

Nach dem Sattel folgt eine wirklich lange Querpassage. Zwischen dem Neuwaldeggsattel und dem Hirscheggsattel wird auf der Griesmauerplanroute, der Westhang der Eisenerzer und der Vordernberger Griesmauer gequert. Der Steig ist schmal, talwärts hängend, viele Geröllpassagen, wirklich nicht gut zu gehen. Aber nach ca. 2,5 Kilometer ist auch diese Plagerei vorbei, der Hirscheggsattel ist erreicht. Dann geht es auf moderatem Weg abwärts zur Leobener Hütte. Dort holte ich mir den letzten Stempel für diese Woche und setzte meinen Weg talwärts Richtung Präbichl fort.

Von der Leobener Hütte, geht es auf einer breiten Schotterpiste in langen Kehren und Schleifen durch den Handlgraben steil nach unten. Am Ende des Handlgrabens wird das Gebiet Präbichl erreicht. Um zur Passhöhe zu gelangen, mußte ich noch lange eine Asphaltstrasse entlang wandern. Die Passhöhe fand ich, die Haltestelle für den Bus nach Leoben jedoch nicht. So beschloss ich mein Glück mit Autostopp zu versuchen. Und ich hatte Glück! Sofort hielt ein PKW an, der Fahrer sagte mir, dass er nach Eisenerz fahre und ob ich mitkommen wollte. Ja natürlich, vielen Dank! 10 Minuten später war ich in Eisenerz, besorgte mir Bargeld, ließ mich in einem netten Kaffee nieder und organisierte meine Weiterfahrt.

Zuerst mit dem Bus nach Leoben, den mit dem Zug nach Linz und ebenfalls mit dem Zug über Neumarkt Kallham nach Ried i.I. Um 14:30 Uhr ging es weiter. Das paßte gut, ich benötigte eine Pause, der Vormittag war durchaus anstrengend gewesen.

Fas Fazit für diese 7 Tage ist ganz einfach: Es waren wirklich wunderbare Wandertage. Die Fortsetzung folgt im September 2021.