Etappe: Faistenau—Heiligenstein—Ebenau—Gaisberg—Gersbergalm—Salzburg-Gnigl—Salzburg Hauptbahnhof, reine Gehzeit 06:53Stunden, für 26,6Kilometer, Höhenmeter im Anstieg 880, Höhenmeter im Abstieg 1232, Wegnummer 804, 806, 810. 14
Die Pilgerwege nach Mariazell waren gegangen, nun konnte ich mich wieder meinen anderen Wanderprojekten widmen. Da waren noch der Salzsteigweg 09 und der Voralpenweg 04.
Das Weiterwandern am Salzsteigweg 09 stellte verkehrstechnisch eine gewisse Herausforderung dar. Es war gar nicht so einfach, wieder nach St. Nikolai am Sölk zu gelangen. Wesentlich einfacher war für mich die Fortsetzung des Voralpenweges 04. Daher ging es am 16. Juni 2026 wieder sehr früh los: Um 05:00 Uhr Abfahrt in Ried im Innkreis, um 07:35 Uhr Ankunft in Faistenau. Damit war ich am Startpunkt meiner heutigen Etappe angekommen. Das Gebiet war mir bereits bekannt, denn der Salzburger Mariazellerweg 06 hatte mich schon einmal in der Gegenrichtung über diese Strecke geführt.
Von der Ortsmitte Faistenau ging es zunächst entlang einer Asphaltstraße durch den Lettengraben. Die Straße führte am Vordersee entlang. Ich passierte das Gasthaus Seewirt und querte unmittelbar danach den Stausee über die Staumauer. Nun wartete der sogenannte Metzgersteig auf mich. Dieser führte durch die beeindruckende Strubklamm bergauf. Der Almbach hatte hier eine gewaltige Klamm, ja eine Schlucht, geschaffen. Teilweise ging es direkt neben dem Steig steil und tief hinunter. Der Metzgersteig war zwar schmal, jedoch gut zu begehen. Besonders beeindruckte mich, wie tief die Klamm stellenweise eingeschnitten war.
Beim Werkschulheim Felbertal führte der Metzgersteig über Roßbach und Heiligenstein weiter. Teilweise verlief die Route über einen schmalen Wiesensteig, der nur schwer zu erkennen war. Schließlich erreichte ich wieder die vom Felbertal kommende Straße. Dieser folgte ich entlang der Hinterebenau und über die Wiestalpromenade bis ins Zentrum von Ebenau. Im Gemeindeamt erhielt ich dann auch den ersten Stempel des Tages.
In Ebenau begann es leicht zu regnen. Aber wirklich nur ganz leicht und nur für kurze Zeit – also überhaupt kein Problem. Ebenau verließ ich auf der Straße Richtung Unterberg. Bei der kleinen Ansiedlung Kendlbach bog der Voralpenweg 04 nach rechts in Richtung des Gehöfts Hinterfeld ab. Bei der Wegfindung gilt es übrigens immer, auch auf die lokalen Wegnummern zu achten.
Der Anstieg auf den Gaisberg verlief von dieser Seite lange Zeit recht moderat. Von Hinterfeld führte die Route über den Klausberg, vorbei an der Gaisberghöhle, Richtung Gaisbergspitze. Viele Wege führen auf den Gipfel: der Rupertiweg 10, der Salzburger Mariazellerweg 06, mein Voralpenweg 04 und zahlreiche lokale Wanderwege.
Schließlich erreichte ich den Gipfel des Gaisbergs. Ich machte einige schöne Panoramafotos und kehrte anschließend bei der Goasn Hitt’n ein. Eine kleine Pause, etwas zu trinken und natürlich die Hoffnung auf einen Stempel. Das mit der Pause und dem Getränk funktionierte bestens. Das mit dem Stempel beziehungsweise Kontrollpunkt hingegen weniger. Die Wirtsleute kannten das System nicht. Da es zudem an einer gemeinsamen Sprache mangelte, konnte ich es ihnen auch nicht näher erklären. So machte ich mich schließlich stempellos an den Abstieg nach Salzburg.
Führen viele Wege auf den Gaisberg hinauf, so führen mindestens genauso viele wieder hinunter. Ich wählte die Route über Oberjudenberg und Unterjudenberg Richtung Salzburg-Gnigl. Lange Zeit ging es auf einer kerzengeraden Schotterpiste steil bergab. Nicht gerade angenehm für die Knie. Aber ich habe es überstanden.
Im Ortsteil Gnigl angekommen, verließ ich die offizielle Route des Voralpenweges 04 und ging direkt zum Salzburger Hauptbahnhof. Gegen 15:00 Uhr erreichte ich den Bahnhof. Kurz darauf hatte ich bereits die passende Verbindung nach Attnang-Puchheim und von dort unmittelbar weiter nach Ried im Innkreis, wo ich gegen 17:00 Uhr ankam.
So, das war es wieder für heute! In zwei Tagen, am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, steht bereits die Schlussetappe nach Bad Reichenhall auf dem Programm. Sie führt großteils über bekannte Wege. Dennoch freue ich mich schon sehr darauf.