15. Tag am Nord-Süd-Weitwanderweg 05 19. Juni 2021 – Schön, schöner – Hochschwab

Etappe: Voisthaler Hütte – Schiestlhaus – Hochschwabgipfel -Sonnschienhütte, reine Gehzeit 04:53 Stunden für 16Km, 876, Höhenmeter im Anstieg, 1004 Höhenmeter im Abstieg, Wegnummer, 805, 801

Ich freute mich schon sehr auf die heutige Etappe und wünschte mir für den Hochschwabgipfel feines Wetter. Mein Wunsch ging auch in Erfüllung. Es konnte wohl keinen schöneren Tag für den Gipfel geben als den Heutigen. So ging ich wiederum sehr früh los. Die Steinböcke standen auf den Felsspitzen Spalier und es ging vorerst durch die Obere Dullwitz Richtung Talende. Nach ca.2 Kilometer bog der 05-Weg rechts weg und es ging über den Graf-Meran-Steig in Serpentinen steil nach oben. Es waren immerhin 760 Höhenmeter zu überwinden. Auf dem Weg zum Schiestlhaus galt es auch einige Schneefelder zu queren. War aber alles unproblematisch, weil es sich nicht um exponierte Stellen handelte. Außerdem hätte ich ja meine Petzl-Schneeeisen dabei gehabt.

 

Generell lag in den Kars, Senken und Dolinen noch viel Schnee. Nach weiteren 2 Kilometern war der Graf-Meran-Steig gegangen und das Schiestlhaus kam in Sicht. Beim Schiestlhaus legte ich vor dem Aufstieg zum Gipfel nochmals eine Pause ein. Es gab nur Kaffee, kein Wasser – ich bin nicht bereit € 7.- für 1 L Wasser zu bezahlen – selbst wenn das Wasser per Hubschrauber kommt. Allgemein hatte ich schon den Eindruck „abgezockt“ zu werden, insbesondere bei Preisen für normales Trinkwasser. So ich hatte mich mit Kaffee gestärkt, den Kontrollstempel hatte ich auch, daher nichts wie rauf auf den Gipfel. Leichter gesagt als getan. Der finale Aufstieg auf den Hochschwab hatte noch viele, steile Serpentinen zu bieten. Aber dann war es da, das Gipfelkreuz des Hochschwab in 2277m Seehöhe. 5 Kilometer waren bisher gegangen. Nach vielen Gipfelfotos setzte ich meinen Weg fort. 8 Kilometer war die Querung des Hochschwabmassives. In moderatem auf- und ab, ging es vorbei am Fleischerbiwak, der Rauchtalsattel wurde erreicht.

 

Weiter führt der 05-Weg durch eine imposante Bergkulisse, an den Hundsboden und der Hirschgrube vorbei, schon im Abstieg zur Häuslalm. Dort gab es nochmals eine Kaffeepause, ich konnte aus nächster Nähe einen Alpenbock bewundern. Es ging weiter am Sackwiesensee vorbei Richtung Sonnschienhütte, welche ich so um 14Uhr erreichte. Meine Wanderkollegin Elisabeth war auch schon da, also setzte ich mich zu ihr auf eine Bank und bestaunte das rege Treiben vor der Sonnschienhütte.

 

Jede Menge Wanderer, ist ja kein Wunder am Wochenende. Mein Problem ist ein anderes, ich habe nur mehr € 40.- an Bargeld und es besteht keine Möglichkeit bargeldlos zu bezahlen. Eigentlich schade, aber ich hatte in den letzten Tagen keine Möglichkeit Geld abzuheben. Daher Wanderer – ausreichend Bargeld mitnehmen. So verbrachte ich den Nachmittag auf einer Bank sitzend, bis der größte Rummel nachgelassen hatte und der Wirt für mich zeit hatte. Um 18Uhr wurde der Schlafraum und der Waschraum geöffnet, ich brachte meinen Rucksack ins Lager und machte Katzenwäsche. Dann gab es noch ein gutes Abendessen – Blunzenstrudel! Schmeckte ziemlich gut. Die hiesige Bergrettung hatte eine Übung und ließ den Abend mit Musik, Tanz und dem einen oder anderen Bierli ausklingen. Morgen geht es wieder früh raus. Es steht die Etappe bis zum Präbichl am Programm. Dort beende ich vorerst meine Wanderung. Den Rest spare ich mir bis September auf.