Etappe: Frauenstein/Klaus-KlauserSee-Steyrling-Ring-Almtalerhaus-Habernau/Jagersimmerl, reine Gehzeit 06:40Stunden, für 31Kilometer, Höhenmeter im Anstieg 587, Höhenmeter im Abstieg 473, Wegnummer 404, 406, 409
Ich war zeitig im Frühstücksraum. Um 06:00 Uhr gab es ein ausgezeichnetes Frühstück von Frau Trinkl, und bereits eine halbe Stunde später war ich wieder unterwegs. Übrigens: Der „Hof zur Steinwänd“ ist ein schönes und preiswertes Quartier – absolut empfehlenswert.
Zunächst musste ich wieder zurück auf den 04er Weg. Das bedeutete ein Stück entlang der Pyhrnpass-Bundesstraße, vorbei an der Autobahnanschlussstelle und hinein in den Ort Klaus. Auf Höhe der Staumauer traf ich wieder auf den Originalweg. Weiter ging es am Schloss Klaus vorbei, ehe der Weg nach links zum Seeufer abzweigt.
Der sogenannte Fischersteig führte mich direkt am Ufer des Klauser Stausees entlang, vorbei am Kalkwerk und weiter bis in den Bereich Preisegg, wo ich in das Tal der Steyrling gelangte. Besonders eindrucksvoll sind die Passagen bei den großen Brücken, wo der Steig über Metallstiegen und Leitern geführt wird und schöne Ausblicke auf die Steyrling bietet.
Ich folgte der Straße in den Ort Steyrling, holte mir im Dorfladen meinen Stempel und setzte meine Wanderung fort. Nun ging es rund zehn Kilometer in das langgezogene Brunnental hinein. Auf schönen Wiesenwegen wanderte ich größtenteils entlang der Steyrling, vorbei an den Ortsteilen Lengau und Höbach. Über die Greifvogelstation führte der Weg weiter bis zur Bernerau.
Dort endete die Forststraße, und es begann der Anstieg zum Ringsattel. Bis hierher verlief der Weg ohne nennenswerte Steigungen, und auch der folgende Anstieg war moderat und angenehm zu gehen. In Kehren ging es etwa 200 Höhenmeter hinauf, und oben angekommen wurde ich mit herrlichen Ausblicken auf das Tote Gebirge belohnt. Beim Aussichtspunkt „Herrentisch“ legte ich eine kurze Rast ein.
Bis zur Habernau waren es nun noch etwa sechs Kilometer. Ein Blick auf den Fahrplan zeigte mir, dass bereits um 13:51 Uhr ein Bus Richtung Grünau fuhr – deutlich früher als ursprünglich geplant. Es stellte sich also die Frage, ob die verbleibende Strecke in eineinhalb Stunden zu schaffen war.
Ich entschied mich, es zu versuchen, und machte mich sofort an den Abstieg zum Almtalerhaus. Dort holte ich mir noch rasch den Stempel und setzte meinen Weg im zügigen Tempo durch das lange Straneggbachtal fort. Um 13:30 Uhr erreichte ich die Bushaltestelle in der Habernau – rechtzeitig.
Mit dem Bus ging es nach Grünau und weiter mit dem Zug über Wels und Attnang-Puchheim zurück nach Ried im Innkreis. Es waren wieder zwei intensive Wandertage, die mich meinem Ziel, Anfang Mai Ebensee zu erreichen, ein gutes Stück näher gebracht haben.
Anmerkung zum Wanderführer Voralpenweg: Die im Führer angeführte Nächtigungsmöglichkeit beim Jagersimmerl in der Habernau besteht in dieser Form nicht mehr. Es werden nur noch Ferienwohnungen angeboten (ca. € 140 für zwei Personen). Zudem gibt es lediglich einen Hofladen, jedoch keine Gastronomie mehr. Auch ein Kontrollpunkt bzw. Stempel ist dort nicht mehr oder nur mit viel Glück verfügbar.