11. Tag 21. Juli 2015 – Fahnestock State Park – Morgan Stewart Shelter

Appalachian Trail

Etappe: Fahnestock State Park – Morgan Stewart Shelter – 16Mi

Die Nacht habe ich in meiner coolen Hängematte und trotz des Dauerlärms vom Highway gut verbracht. Ich bin wieder früh aufgestanden und kam um 07:30 auf den Trail zurück. Das Wetter war heute ideal! Bewölkt, nicht heiß und der Trail war gnädig. Da war power-wandern angesagt. Normalerweise mache ich auf diesem Untergrund mit dem schweren Rucksack 2  2,5 Meilen pro Stunde. Heute ließ der Appalachian Trail ein schnelleres Tempo zu, d.h. um 11:00 Uhr hatte ich bereits die Hälfte meiner Tagesetappe erledigt und ich hatte mir immerhin 16 Meilen vorgenommen.

 

Unterwegs traf ich Slider wieder, wir gingen ein Stück zusammen, bis er eine Pause machte und ich alleine meinen Weg fortsetzte. Große Probleme gibt es mit der Qualität des Trinkwassers! Jenes Wasser, welches ich vom Waschraum am Zeltplatz mitgenommen hatte, war aufgrund des echt üblen Geschmacks nicht trinkbar! Daran änderte auch filtern, chemisch reinigen und Entkeimungstabletten nichts.

Ich beschloss also, nachdem ich an einen Bach kam, meinen Wasservorrat auszutauschen. Der Bach hatte eine zufriedenstellende Fließgeschwindigkeit, also ging ich zum Ufer, füllt meine 2L-Waste-Water-Faltflasche auf und filterte das Wasser in mein Trinksystem. Als ich dieses wieder in den Rucksack geben wollte, stellte ich fest, dass eine Naht an der Wasserblase aufgegangen war, somit mein 3L Behälter undicht ist. Schade! Aber in 2 Tagen komme ich in die Stadt Kent dort gibt es einen Outfitter, vielleicht kann ich das Trinksystem ersetzen. In der Zwischenzeit muss ich mit meinen beiden 2L Faltflaschen auskommen! So ging es dann in den Nachmittag hinein und gegen 16:00 Uhr erreichte ich den Shelter.

Ein Wanderer war schon da, ich baute meine Hängematte auf, holte Wasser und nahm eine Naturdusche. Dann gab es Kaffee, den ich mir mit Slider teilte. Es donnerte schon eine geraume Zeit und schließlich fing es kurz und heftig zu regnen an. Ein typischer Sommerregen! Beim Essen probierte ich noch eine neue Variation aus Rammen-Nudeln in Tortiliabrot  schmeckt gar nicht so schlecht! Schlussendlich füllte sich der Platz beim Shelter mit Wanderern. Ich hab dann noch meine Füsse gepflegt, die Blasenpflaster gewechselt und Wasser geholt. Jetzt ist es 20:00 Uhr, die Bugs-/Moskitos sind unausstehlich, daher ab ins Bett noch etwas lesen.