34. Tag – Eine Cabin mit Comfort

Streckenabschnitt: Delaware Water Gap - Mohican Outdoor Center / 10,5Mi

Der Weckalarm funktionierte irgendwie nicht, daher komme ich erst um 06:30 Uhr aus dem Bett. Klotz habe ich am Vortag schon gepackt und zum Frühstück gibt’s Cola und Kuchen. Gestern habe ich nur gegessen, mein Magen ist noch voll! Außerdem habe ich am Abend noch ein schönes Plakat gemalt, das werde ich bei meiner letzten Shelternacht aufhängen und mich so vom Trail verabschieden. Dann wird ausgecheckt. Ich gehe durch die kleine Stadt, über die mächtige Delaware-Brücke, die Schwingungen der Brücke machen das Gehen schwierig. Nach der Brücke geht es wieder ab in den Appalachenwald von New Jersey. Ich habe mir eine gemütliche 10 Meilen Tour vorgenommen und genieße es sehr so dahin zu wandern. Der Trail hat sich nicht wesentlich geändert, nach wie vor viele Felsen, aber keine Klettereien und keine große Felsen. Auf einmal sehe ich quer über den Weg einen schwarzen Schlangenkörper liegen! Diese Art kenne ich schon. Ich mache mit meinen Stöcken Lärm aber die Schlange reagiert darauf nicht. Ich steige über sie hinweg und sehe, dass der Kopf hinter einem Baum hervorschaut, wieder ein ganz schön großes Exemplar. Ich habe einige schöne Fotos gemacht.

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24. Tag – It`s Hiking-Monster-Time!

Streckenabschnitt: Darlington Shelter - Peter Mountain Shelter / 21Mi

06:45 Uhr raus dem Schlafsack, doch irgendwie vertrödle ich die Zeit und komme erst etwas vor 08:00 Uhr auf den Trail. Die ersten Meilen geht es noch flach durch das Cumberland Valley, welch ein Tal! Du brauchst 1,5 Tage um es der Breite nach zu queren. Ich treffe einen alten Mann bei Mäharbeiten und wird reden miteinander. Er erzählt mit, dass er eine Tante in Linz hatte und ein paar Mal in Oberösterreich zu Besuch war. Dann liegt das Farmland wieder hinter mir und es geht wieder rein in den Appalachen Wald. Ich treffe ein paar Bekannte wieder und einen Kanadier der sich selbst als „Trail-Commedian“ bezeichnet; jedenfalls ein Mensch, der ununterbrochen die Klappe offen hat und seine Späße auf Kosten anderer macht! Ich beschließe nicht mit diesem Menschen zu hiken und verwandle mich in ein „meilenfressendes Hiking-Monster“, ich kann das zwischenzeitlich 🙂

Duncannon

Duncannon - "The Doyle"

Susquehanna River

Susquehanna River

Susquehanna River

Susquehanna River

Juniata River

Juniata River

Rocksylvania

Rocksylvania

The Doyle

The Doyle

D.h. ich legte an diesem Tag ein strammes Tempo vor und eine größere Distanz zurück, überging einen Shelter und stoppte schließlich kurz vorm dunkel werden nach 21 Meilen beim Peter Mountain Shelter“. Ein großer Shelter mit 21 Schlafplätzen. Es waren 2 Jungväter, Mark und Phil, mit ihren Kindern anwesend, ansonsten war ich allein. Zu erwähnen ist noch, dass ich während des Tages durch die Stadt Duncannon gekommen bin, die liegt am Zusammenfluss zweier großer Flüsse, dem Juniata und dem Susquehanna – River. Ich habe zwar in der Stadt etwas gegessen, doch leider vergaß ich Lebensmittel zu besorgen. Trotz Dunkelheit stieg ich die 300 Stufen zur Quelle runter, wäre beinahe auf eine schwarze Schlange getreten und nahm eine Naturdusche. Frisch geduscht und mit vollen Wasserflaschen kletterte ich wieder zum Shelter rauf, pflegte meine Füße und legte mich schlafen. Vorher bekam ich noch 2 Äpfel geschenkt! Thank you !


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