28. Tag Goodbye Appalachian Trail – es war wieder wunderbar!

Tagesetappe: Sabbath Day Pond Lean To - Rangerley /9,4Mi

Das ist so mit dem Schlafen gehen am Trail - um 19:30 Uhr liegen die Ersten - und sie schnarchen. Unser Old Style-Hiker, kam am Vortag als Letzter so gegen 18:00 Uhr zum Shelter. Da waren wir schon ca. 5 Stunden vor Ort. Er war völlig ausgepumpt - nicht mehr in der Lage Wasser zu holen. Dies besorgten Glen und ich für ihn. Wir machten uns schon Sorgen, dass er beim Aufblasen seiner Matte kolabiert! Dementsprechend lag Old Style bereits vor 20:00 Uhr im Bett - und schnarchte! Er schnarchte laut und ohne Unterbrechung. Ich glaubte darauf vorbereitet zu sein! Ohrstöpsel, dann das Schlauchtuch über die Ohren - es half nichts! Nach 2 schlaflosen Stunden nahm ich eine Schlaftablette - half auch nichts. Eine Stunde später zog ich aus dem Shelter aus. Das ist der Vorteil eines Bivy-Bags. Alles drin was man zum Schlafen braucht. Ich suchte mir im Wald ein flaches Stückchen, verschloß den Bivy-Bag - es war herrlich ruhig und ich konnte endlich schlafen! So bekam ich doch noch einige Stunden Schlaf.

Appalachian Trail in Maine

Rangeley

Appalachian Trail in Maine

The Rangeley Inn

Appalachian Trail in Maine

Appalachian Trail

Nächsten Tag ging es wieder früh los - 05:30 Uhr war angesagt. 9Mi bis zur Strasse nach Rangerley. Glen sagte, dass Regen kommen würde - und dies über mehrere Tage. Also legten wir ein flottes Tempo vor. Glen, der noch die Privy benützen wollte, sagte ich solle schon mal vorgehen, "he would catch me up" - OK - sagte ich mir, jetzt schau ich mal was diese Thru-Hiker drauf haben. Der Trail ließ es zu und ich bin 3 Stunden lang ein mehr als flottes Tempo gegangen. Dann fing es an zu regnen, ich legte eine Pause ein um die Regenkleidung anzulegen und Glen holte mich ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir nur noch 2.1Mi bis zur Strasse ME 17. Den Rest der Strecke hatten wir in 45Min und es regnete immer stärker. Auf dem Parkplatz an der ME 17 angekommen, stand ein Wohnmobil und der Fahrer winkte uns. Wir gingen zum Mobil, nahmen die Rucksäcke ab und traten ein. Es empfing uns ein junges Paar, wir bekamen Kaffee und waren heilfroh im Trockenen zu sein. Die Beiden - ich weiß leider ihre Namen nicht mehr - sagten sie seien Trailangels und würden für die Hiker "Gutes" tun. Als dann der guy aus der Bibel zitierte wurde die Situation etwas befremdlich. Glen und ich dachten wohl dasselbe, aber im Moment ging es darum im Trockenen zu sein. Nach einigen Kaffees und Bibelsprüchen sagten dann die guy´s dass sie uns nach Rangeley bringen würden. Das war super! Glen hatte etwas außerhalb ein Hostel gebucht, ich würde einfach in Rangeley schauen ob es ein Zimmer gab. Glen wurde zuerst abgesetzt, wir verabredeten uns um 18:00 Uhr zum Essen. Ich fand ein Zimmer im Rangeley Inn. Dann ging es zur Laundry -alles durchwaschen. Fertig mit Wäsche ging ich noch durch den Ort, kaufte mir noch einen Sweater und schrieb die letzten Ansichtskarten. Dann großer Schock - als ich mein Handy aufladen wollte stellte ich fest, dass außer E-Mail nichts mehr funktionierte. Wie sollte ich also mit meinen Freunden Kontakt aufnehmen? Ich schickte daher mails an meine Frau und an meinen Sohn, sprach Sabine auf Band, dies mußte vorweg genügen. Tat es auch! Als ich vom Abendessen zurückkam, fand ich eine Nachricht an meiner Zimmertür, dass Sabine und Gabriele mich am Samstag um 13:00 Uhr abholen würden.

So das war es! Das Ende eines 4-Wochen-Section-Hikes ! Es war einfach wunderbar. Viele nette Menschen kennengelernt. Wochenlang bei schönstem Wetter die Ostküste entlang gewandert. Tagelang geschwitzt, nur Nudeln gegessen und literweise Wasser getrunken. Ich nehme Heuer Eindrücke mit, welche ich lange nicht vergessen werde. Als Ergebnis bleiben  317,7 Meilen / 510/KM, gegangen in 25 Tagen durch die Wildnis der Appalachen.

CoffeeMaker

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Posted in 3. Etappe - von Manchester/Vt durch die White Mountains nach Rangerley/ME, 4. Etappe - vom Springer Mountain zum Rockfish Gap/Shenandoah National Park, Appalachian Trail by with no comments yet.